Garmin Vivofit Test-Review 2014

Ich fürchte mich jedes mal vor einem Blick auf mein Vivofit. Nach einer gemütlichen Stunde auf der Couch blicke ich auf mein Vivofit und bin geplagt durch ein schlechtes Gewissen. Fast schon zwanghaft laufe ich darauf einmal um den Block damit mir mein Vivofit eine weitere Stunde Gemütlichkeit auf der Couch zu erlaubt.
Mag sein, dass sich das schrecklich anhört. Jedoch habe ich mich noch nie so oft und ausgiebig Bewegt wie in den letzten Wochen in denen ich das Vivofit getestet habe.
Nichts ist motivierender als eine pulsierende rote “Leiste der Scham” die einem die eigene Inaktivität aufzeigt.
Und genau dieser Motivationsschub ist der Sinn hinter jedem Aktivitätstracker wobei der Vivofit besonders Effektiv in diesem Sinne ist.
Ein roter Balken erscheint nach einer längeren Ruhephase. Für jede 15 Minuten sitzen gesellen sich weitere kurze Balken dazu. Das Gerät vibriert nicht oder stört den Arbeitsfluss im jeglichen Sinne. Jedoch genügt ein kurzer Blick für einen Motivationsschub um uns vom Schreibtisch zu lösen und einen kleinen Spaziergang zu tätigen.

Auf einem leicht gebogenen LCD-Display zeigt uns das Vivofit wie weit man gegangen ist, wieviele Kalorien verbrannt wurden, Uhrzeit,  Datum, Herzfrequenz, Schritte und die erforderlichen Schritte um unser Tagesziel zu erreichen.
Das letztere ist auch ein Alleinstellungsmerkmal des Vivofit. Nachdem das Standard-Ziel von 7500 Schritten am Tag erreicht wurde und das Vivofit selbstständig gelernt hat wie oft man am Tag aktiv ist beginnt es das Tagesziel langsam zu erhöhen. Dabei bleibt die Steigerung moderat und ist immer motivierend. Zum Beispiel war eines Tages mein Tagesziel bereits am Nachmittag erreicht worauf das Vivofit die Tagesdosis einfach erhöht hat was mich noch zu einem Abendspaziergang motivierte. Zu meiner Überraschung war am nächsten Tag das Tagesziel wieder erhöht. Das Vivofit lernt also selbstständig Ihre Grenzen und motiviert Sie darüber hinaus!

Das Garmin Vivofit verbindet sich mit dem Handy über Bluetooth. Erstmal verbunden läd es selbstständig alle gespeicherten Daten an die Garmin Connect App hoch. Das Vivofit kann jedoch problemlos dank integriertem Speicher auch mehrere Wochen ohne Synchronisation auskommen.

Die Garmin Connect App ist jedoch leider etwas unausgereift im Vergleich zur Konkurrenz. Andere Anbieter bieten das Tracking von mehreren Fitness Aspekten wie zum Beispiel Wasseraufnahme etc.
Garmin Connect ist da etwas spartanisch angelegt in der Funktionalität. Es zeigt nur die Schritte, Aktivitäts-Log und Schlafstatistiken. Zusätzlich kann man diverse Abzeichen gewinnen und bei Freunden angeben was das Training etwas spielerischer macht.
Persönlich habe ich nie wirklich den Drang verspürt die App zu öffnen außer wenn ich mal meine Schritte die ich am Tag/Woche/Monat anschauen wollte. All das ist jedoch für mich kein großes Manko da die Hauptfunktion, mich zu motivieren, mehr als erfüllt wurde.

Vivofit bietet auch eine Schlafanalyse-Funktion an. Es registriert jegliche Bewegung die in der Nacht getätigt wurde. Jedoch ist die Bewegung in der Nacht nicht unbedingt ein exakter Indikator der Schlaf Qualität.

Zusätzlich zum Bluetooth bietet das Vivofit eine Verbindung mit Ant+ Geräten. Dadurch kann die exakte Herzfrequenz an diesen Geräten angezeigt werden. Beim Fitness Studio Besuch ist dies ziemlich praktisch wobei man dadurch am Handgelenk etwas mehr schwitzt.
Feuchtigkeit ist jedoch kein Problem für das Vivofit da es bis 50 Meter wasserdicht ist.
Außerdem sind zwei Armbänder im Lieferumfang enthalten sodass es an jedem Handgelenk passt.

Das Vivofit mag nicht unbedingt das Gerät mit den meisten Funktionen sein. Es ist jedoch das Gerät mit dem größten Motivationsfaktor! Die Tatsache, dass es nicht täglich geladen werden muss ist für mich äußerst positiv und falls die versprochene Akkulaufzeit von einem Jahr nicht erreicht wird ist das auch nicht so tragisch da es mit einfach austauschbaren Knopfzellen betrieben wird. Für jene die Ihre Workouts gezielter gestalten wollen ist die Ant+ Funktionalität ein riesen Bonus. Der Preis ist meiner Ansicht mehr als in Ordnung. Zu Weihnachten werde ich auf jeden Fall ein paar Exemplare an meine Couchpotato Freunde verschenken.

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